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Gaëlle Arquez

French mezzo-soprano Gaëlle Arquez is one of the rising stars of the opera world. After graduating from the Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, the young mezzo-soprano made her debut at the Opéra Bastille in Michael Haneke’s 2013 version of Don Giovanni (Zerlina) under the direction of Philippe Jordan. Ever since she has been invited to sing in many of the most renowned opera houses in the world. Nominated “Révélation Lyrique” at the “Victoires de la Musique 2011”, Gaëlle Arquez is now an exclusive recording artist for Deutsche Grammophon with whom she released her highly anticipated debut recording “Ardente Flamme” in 2017.

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  • 28.03.2017 - “Die französische Sängerin Gaëlle Arquez über ihren Weg zur Oper und ihr drittes großes Rollendebüt an der Oper Frankfurt allein in dieser Saison: Eine der Titelpartien in „Pelléas et Melisande”

  • "Frau Arquez, sind Sie aus einer Theater-, einer Opernfamilie?

    Nein, gar nicht. Meine Eltern lieben Musik, zu Hause haben wir viel gesungen, Gitarre gespielt, aber Pop und Folk. Ich habe mit sieben angefangen, Klavier zu spielen. Mit 15 hat unsere Klasse ein Musical vorbereitet. Nach der Aufführung kam eine Gesangslehrerin auf mich zu und fragte mich, ob ich schon einmal von Opernmusik gehört hätte. Ich könne Klavier spielen, Noten lesen, vielleicht hätte ich Lust, mit dem Singen zu beginnen. Als Teenagerin war Oper nicht so mein Fall, ich sang lieber Whitney Houston, Mariah Carey, Popmusik eben. Klassische Musik kam mir ein bisschen langweilig vor. Die Lehrerin sagte zu mir, ihre Tür werde immer offen stehen, wenn ich mir einmal etwas anhören wollte. Etwa ein Jahr später war es so weit. Und dann verliebte ich mich sehr schnell in die Oper. Es ist eine Kunst, die alles vereint, was ich gerne mache. Schauspielern, singen, ein bisschen tanzen, sich verkleiden, jemand anderes sein. Dazu die Orchestermusik. Ich liebte das Gesamtpaket.

    Warum war und ist Barockmusik so wichtig für Sie?

    Ich bin keine Spezialistin. Ich habe eher querbeet studiert, von Mozart bis Rossini, Donizetti und dann auch zeitgenössische Musik. Nach meinem Abschluss wurde ich aber mehrfach auf französische Barockopern angesprochen. Man hielt mich offenbar für geeignet. Und es waren tatsächlich wunderbare Rollen für mich. Meine Stimme hängt schon immer dazwischen, ich habe als Sopran angefangen, ging aber schnell in Richtung Mezzo, so dass ich früh dachte, ich müsste möglicherweise das Fach wechseln. Ein solcher Wechsel ist keine Kleinigkeit für uns, weil er ein anderes Repertoire mit sich bringt. Barockmusik bot mir nun eine Menge Rollen, die ebenfalls dazwischen liegen. Das war perfekt für mich. Ich konnte singen, ohne zu viel darüber nachzudenken, ob ich es jetzt als Sopran oder als Mezzosopran tat. Später erweiterte ich das ins Italienische, dazu Händel. Man ist immer auf der sicheren Seite, wenn man Barock singt. Es ist nie zu schwer. Händel ist für die Stimme wie Honig."

    Judith von Sternburg (Frankfurter Rundschau)

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